Urlaub auf den Azoren

Wie erreiche ich die Azoren

Obwohl die Azoren mitten im Atlantik liegen, ungefähr auf halber Strecke nach New York, sind sie von Deutschland aus leicht zu erreichen:

SATA Internacional
Die azorische Fluggesellschaft SATA Internacional (www.flysata.de) verbindet Deutschland ebenfalls nonstop mit den Azoren.  Ganzjährig gibt es jeden Sonntag und von April bis Ende Oktober zusätzlich jeden Mittwoch einen Flug von Ponta Delgada nach Frankfurt und zurück.
Auch von München fliegt die SATA mit kurzem Zwischenstop in Porto nach Ponta Delgada - bis Ende Oktober 2015 jeweils am Dienstag und Samstag.

AIR BERLIN
Ganzjährig fliegt AIR BERLIN (www.airberlin.com) einmal wöchentlich nonstop von Düsseldorf nach Ponta Delgada. Die Flüge auf die Azoren sind jeweils eingebunden in das Umsteigesystem der AIR BERLIN: Am Morgen gibt es Zubringerflüge von den meisten deutschen Flughäfen nach Düsseldorf, von dort geht es nach kurzer Umsteigezeit in ca. 4 ½ Stunden auf die Azoren und danach in umgekehrter Richtung zurück.

TAP PORTUGAL
Dritte Fluggesellschaft im Bunde ist die TAP PORTUGAL (www.flytap.com): Von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und München sowie ab Wien und Zürich gibt es mehrere tägliche Flüge nach Lissabon und von dort aus Weiterflüge auf die Azoren, nicht nur nach Ponta Delgada, sondern auch direkt nach Horta, Pico, Terceira und Santa Maria. Nicht alle Flüge zwischen Lissabon und den Azoren verkehren täglich, und manchmal erfordert der Flugplan auch eine Zwischenübernachtung in Lissabon, eine attraktive Ergänzung zur Ruhe der Inseln.


Wie erreiche ich die Azoren

So schade es ist – es wird kaum möglich sein, bei einer Reise gleich alle neun Azoren-Inseln kennen zu lernen. Dennoch, mehr als nur eine Insel sollte es schon sein, und so bietet sich das Insel-Hopping an!

Mit dem Flugzeug
Alle Inseln, selbst Corvo, die kleinste Insel, verfügen über einen eigenen Flugplatz. Moderne Turboprop-Flugzeuge der SATA Air Açores verbinden die Inseln untereinander. Besonders günstige Flugpreise bietet der SATA Air Pass, der allerdings nur von Gästen erworben werden kann, die mit den internationalen Flügen von SATA auf den Azoren angekommen sind. Aber auch die lokalen Flugtarife erlauben es, kurzfristig oder von Deutschland aus, preisgünstig den Besuch von verschiedenen Inseln einzuplanen. (www.flysata.de)

Mit dem Schiff
Eigentlich sollten für das Insel-Hopping nicht nur Flüge, sondern auch Schiffsverbindungen nahe liegend sein. Aber hier darf man die Entfernungen nicht unterschätzen – zwischen Corvo im äußersten Nordwesten und Santa Maria im Südosten liegen mehr als 600 Kilometer! Es gibt zwar Schiffsverbindungen zu allen Inseln, aber nicht immer stimmen Fahrpläne und Fahrzeiten mit den touristischen Wünschen der Besucher überein.
In der mittleren Inselgruppe, zwischen den Inseln Terceira, Graciosa, São Jorge, Pico und Faial, sind häufige und regelmäßige Schiffsverbindungen attraktive Alternative oder Ergänzung zum Flug, so auch im Westen zwischen Flores und Corvo. (www.transmacor.pt und www.atlanticoline.pt)


Wie kann ich mich auf den Insel fortbewegen

Auch wenn die schönsten Wege, Regionen und Täler der Azoren nur zu Fuß zu erreichen sind, öffentliche oder individuelle Verkehrsmittel erleichtern die Erkundung der Inseln. Selbst auf Corvo kann man sich ein Taxi organisieren, auch wenn man es hauptsächlich wandernd kennen lernen kann.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Alle Inseln, außer Corvo, haben Linienbusse. Auf São Miguel und Terceira ist das Busnetz relativ dicht, und die Busse fahren regelmäßig und während des ganzen Tages zu ihren Zielen über die Inseln. Sonst orientiert sich der Busverkehr eher am Bedarf der lokalen Bevölkerung als an dem der Touristen. Die Preise sind niedrig. Fahrkarten kauft man im Bus. Fahrpläne gibt es bei den Tourismusinformationsstellen. Haltestellen außerhalb der Ortschaften sind oft nicht deutlich gekennzeichnet, und dem Fahrer sollte man in jedem Fall ein deutliches Zeichen zum Halten geben, wenn man ein- oder aussteigen möchte.

Mit dem Mietauto
Auf allen Inseln, außer auf Corvo, kann man Autos mieten. Seit dem Beitritt Portugals in die EU sind die Straßen in recht gutem Zustand. Auf São Miguel und Terceira gibt es sogar gut ausgebaute Schnellstraßen. Die Azorer sind bedächtige Autofahrer.
Will man in entlegene Regionen fahren, empfiehlt sich ein etwas teureres Allradauto. Unbedingt notwendig ist das aber nicht. Unasphaltierte Straßen sind nicht untypisch, jedoch in gemäßigter Geschwindigkeit mit einem normalen PKW befahrbar. Reist man während der Sommermonate, empfiehlt es sich, bereits von Deutschland aus rechtzeitig das Auto zu buchen. Versicherungen sollte man so handhaben wie in Deutschland. Eine Diebstahlversicherung ist überflüssig, da man die Inseln nicht leicht in einem gestohlenen Auto verlassen kann.

Mit dem Taxi
Taxen sind auf den Azoren eine gute Alternative zu Mietwagen. Erstens kennen sich die Fahrer auf ihrer Insel gut aus und können zusätzliche Ratschläge und Informationen geben. Zweitens gibt es auf den Azoren nur wenige Rundwanderwege, und wenn man den gleichen Weg nicht zurückgehen möchte, lässt man sich am Ausgangspunkt absetzen und am Ziel abholen. In fast allen größeren Orten findet man Taxistände, und man kann auch per Telefon ein Taxi bestellen. Es ist sinnvoll, sich vor der Fahrt nach dem Preis zu erkundigen, den man bei längeren Fahrten oder bei Tagestouren auch aushandeln kann. Der Fahrer sollte eine Liste mit den üblichen Streckenpreisen bei sich haben.

Mit dem Fahrrad
Die Inseln kann man auch mit einem Fahrrad erfahren. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass die gebirgigen Azoren eine gute Kondition und kräftige Oberschenkel erfordern, zumal es nur wenige ausgewiesene Radwege gibt und Nebenstrecken meist unbefestigt sind. Das gilt besonders für Pico, Faial und São Miguel. Ein Mountainbike ist nicht wirklich notwendig, macht Radtouren auf den Azoren aber leichter. Graciosa, Flores und Santa Maria sind weniger anstrengend, da auf den Inseln keine großen Höhenunterschiede zu bewältigen sind. Es gibt Läden, in denen Räder gemietet werden können. Allerdings bemängeln Profis die Qualität und empfehlen, das Rad von zu Hause mitzubringen.


Wie ist das Wetter auf den Azoren

Entscheidend für das Klima und das Wetter der Azoren ist erstens die Lage mitten im Atlantik, zweitens die Lage innerhalb der Subtropen und drittens der Golfstrom.

In den Subtropen, mitten im Atlantik
Die Azoren liegen 36°55’ / 39°43’ nördlicher Breite und 24°/46’ / 31°16’ westlicher Länge. Entsprechend ihrer Lage im Gradnetz ist das Klima der Azoren subtropisch, aber wegen ihrer Lage mitten im Atlantik gemäßigt maritim. Es zeigt keine großen Schwankungen im Jahresverlauf. Die durchschnittlichen Temperaturen im Januar liegen bei etwa 17° C, und übersteigen im Sommer selten die 26°C.
Es gibt ausreichend Niederschläge, so dass die Inseln im Sommer blühen und im Winter grünen können. Die feuchten ozeanischen Luftmassen regnen sich an den mehr als 500 oder 1.000 m hohen Gebirgen im Westen ab. So nehmen die Niederschläge von Westen nach Osten hin ab. Auf Flores regnet es beispielsweise doppelt so viel wie auf São Miguel. Und komplett verregnete Tage gibt es selten.

Golfstrom
Wetterbestimmend ist auch der Golfstrom. Ein Seitenarm, der die Inseln umspült und oft auch Azorenstrom genannt wird, bringt warmes Wasser aus dem tropischen Golf von Mexiko. Er beschert den Azoren ganzjährig angenehme Lufttemperaturen und milde Wassertemperaturen zwischen 17 und 24° C.

Vier Jahreszeiten an einem Tag
Wenn auch das Wetter im Jahresverlauf relativ gleich bleibend ist, so kann es während eines Tages heftige Kapriolen drehen. Azorer behaupten, dass es alle vier Jahreszeiten an einem Tag geben kann. Das stimmt nur bedingt. Es kann zwar passieren, dass bestes Badewetter herrscht, wo es eben noch geregnet und gestürmt hat und dass die mit Wolken verhangenen Berge innerhalb weniger Minuten im hellen Sonnenlicht strahlen. Aber winterliche Wetterbedingungen gibt es zu keiner Tages- oder Jahreszeit. Und dann gibt es noch eine azorische Weisheit: Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte eine halbe Stunde.


Was wenn ich krank werde

Das Gesundheitswesen auf den Azoren ist gut. Besondere Impfungen sind nicht erforderlich, aber
eine Auslandskrankenversicherung ist zu empfehlen. Apotheken findet man in allen Hauptorten.
Haben sie Nachtdienst, leuchtet ein grünes Kreuz. Auf allen Inseln gibt es Ärzte, und auf São Miguel,
Terceira, Faial, São Jorge und Flores auch Krankenhäuser.